Reichspost, Bayerische und Württembergische Post ließen es sich 8.200.000 Goldmark kosten, um zum 31.03.1900 die private Konkurrenz zu beseitigen. Nicht wesentlich mehr hatte 33 Jahre vorher die preußische Post für die Übernahme der Posthoheit von Thurn und Taxis aufgewendet (3 Millionen Thaler = 9.000.000 Goldmark). Auch heute versucht die ehemalige Staatspost alles in ihren Kräften stehende, um die private Konkurrenz von den lukrativen Segmenten des Postmarktes fernzuhalten.


Nach fast einhundert Jahren Postmonopol führt die schrittweise Liberalisierung des deutschen Postmarktes zur Renaissance privater Briefbeförderung. Wie damals entstehen auch heute wieder in vielen Orten gewerbliche Unternehmen, die Briefsendungen befördern.


Die Arbeitsgemeinschaft erforscht alle Arten privater Postdienste, die in Ergänzung zum staatlichen Postverkehr oder im Wettbewerb mit diesem betrieben werden.

Zentrale Forschungsobjekte sind dabei einerseits die privaten Briefdienste, die in mehr als 150 deutschen Städten in den Jahren 1886 bis 1900 tätig waren, zum anderen die modernen Privatpostanstalten, die seit der beginnenden Liberalisierung des deutschen Postmarktes im Wettbewerb mit der Deutschen Post AG stehen.

Ein Vereinsflyer ist als Download hier erhältlich